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An Schwedens Südküste (Ystad bis Kalmar)
Auf gen Norden (Grömitz bis Ystad)
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Eintauchen in die Schärenwelt (Kalmar bis Västervik)
25. Mai – 02. Juni 2026 Kalmar – Borgholm – Figeholm – Stora Vippholmen SXK – Lindnäsviken SXK – Västervik In Kalmar ist Hafentag! Pfingstmontag, der 25. Mai. Wir wollen durch die Stadt spazieren, unsere Lebensmittelvorräte auffüllen, und uns bei dem hiesigen Schiffsausstatter „Baltic Kalmar Marina“ nach einer neuen Starterbatterie erkundigen. Unser Motor springt seit einiger Zeit nur etwas zögerlich an, was kein beruhigendes Gefühl ist. Die Batterie ist halt schon einige Jahre alt. Aber erstmal länger schlafen. Allerdings ist das schwieriger als gedacht. Wir liegen in einem Großstadt-Hafen. Bei weitem nicht so schön und ruhig wie Hanö oder Kristianopel. Eher Kontrastprogramm… aber auch mal nett. Der Hafen pulsiert, auch an einem Pfingstmontag. Schweden kennt heute keinen Feiertag 🥴. Am Hafen wird seit einigen Jahren gebaut: statt maroder Werkhallen werden nach und nach neue moderne Gebäude errichtet. Die Campus-Universität direkt am Hafen wird erweitert und der Bau eines Hotels im Universitätsbereich hat begonnen. Bauarbeiterbeats treiben uns aus den Federn, da helfen auch keine Ohrstöpsel… einfach aufstehen. Letzteres ist dann auch unsere Wahl, denn bald wird Ulli auf dem Steg stehen, um unsere Starterbatterie durchzumessen. Kalli hat schon zugearbeitet, die Batteriebank freigelegt und das Messgerät bereitgelegt. Als wir noch beim zweiten Kaffee sitzen, klopft es. Moin Ulli! Leider ist es, wie erwartet: die Messwerte sind eindeutig. Die Batterie ist nicht mehr ganz OK und gehört in die Geschichtsbücher… und es ist garkeine typische Starterbatterie. Wieso das denn nicht? Hat doch ein Fachmann eingebaut. Nun ja, sie hat ja recht lange gehalten. Doch jetzt soll eine richtige Starterbatterie eingebaut werden. Das besondere daran: sie muss kurzzeitig richtig Dampf machen und extrem hohen Startstrom liefern, den der Anlasser zum Zünden des Motors benötigt. Verbraucherbatterien hingegen liefern kleinere Energiemengen, aber diese über einen langen Zeitraum. Also auf zum Schiffsausstatter. Kalli und Ulli sind erfolgreich und transportieren die neue Batterie an Bord. Ich erstatte derweil gleich nebenan dem Touristen Büro einen Besuch ab. Dort liegt Post für mich… hoffentlich. Der schwedische Segelklub Kryssarklubben (SXK), der viele Ankerbojen zwischen den Schären auslegt und unterhält, versendet jedes Jahr farbige Flaggen, mit denen man sich legitimieren kann, wenn man an diesen Bojen festmachen möchte. Wir suchen uns gerne solche Bojen aus, denn wir finden des deutlich angenehmer, als selber zu ankern. Leider hat sich unsere 2026er Flagge auf dem Weg von Schweden nach Deutschland irgendwo verlaufen. Keine Flagge da. Also hat mir nun der SXK erneut eine Flagge geschickt: nach Kalmar. Hoffentlich! Nach kurzer Suche findet sich der heiß ersehnte Brief. Super. Nun können wir ganz legitim an den blauen Bojen anlegen… und auch bleiben. Denn nutzen darf sie eigentlicher jeder. Nur, wenn ein Mitglied kommt, hat dieses Vorrang. Wir sind Mitglied! Die Batterie ist fix ausgetauscht – mal wieder vielen Dank an Ulli! Der Motor ist sofort da, wenn er soll, und der Skipper ist glücklich. Und die neue Batterie war auch garnicht so teuer. Nachdem Ullis Bastelarbeit erledigt ist, wird er nun aber von Ungeduld und Abenteuerlust getrieben: er muss weiter. Die Sonne scheint… an seinem Liegeplatz
An Schwedens Südküste (Ystad bis Kalmar)
18. – 24. Mai 2026 Ystad – Simrishamn – Hanö – Utklippan – Kristianopel – Kalmar Heute ist Hafentag! Nach der gestrigen langen Etappe gönnen wir uns eine Ruhepause. Und außerdem haben wir wichtige Termin: ein Besuch unseres Lieblings-Schiffsausstatters muss unbedingt sein! Und unser Kühlschrank ruft nach einigen frischen Lebensmitteln. Aber erstmal gaaanz gemütlich im Cockpit Kaffee trinken. Schließlich ist ja Urlaub! Und die Sonne scheint. Herrlich… so könnte es bleiben. Und damit es sich auch wirklich wie Urlaub anfühlt, klettert das Thermometer auf 18°C ☀️ Nach einem entspannten Tagesbeginn schultern wir unsere Rucksäcke und wandern in’s Städtchen. Ulli ist Teil unserer 3er-Wandergruppe. Erste Station: natürlich der Skeppshandel. Und? Wie sollte es anders sein? Er hat, was wir brauchen – oder jedenfalls meinen zu brauchen. Und eine Jacke darf auch mit und verschwindet schnell im Rucksack. Dann schlendern wir weiter durch den Ort. Alles ist noch ein wenig in vorsommerlicher Ruhe begriffen. Noch angenehm wenige Touristen trendeln durch die Haupteinkaufsstrasse „Stora Östergatan“. Ein paar bunte Fähnchen… einige Blumenkübel… so kennen und lieben wir das. Schon bald erreichen wir „Per Helsas Gård“, ein kleines Gartenlokal am Ende der Fußgängerzone, gut versteckt in einem Hinterhof. Doch wir haben es gefunden und genießen Bier, Eis und Cappuccino. Das Eis übrigens garniert mit Salzlakritz-Sauce 😋 – Gruß an Mathias 💁♀️. Auch dieser Besuch ist ein Muss in Ystad. Dann aber endlich Lebensmittel einkaufen und zurück auf’s Schiff. Doch so einfach ist das nicht: mal wieder ruft ein Wolle-Geschäft nach mir. Irgendwie kann ich da nicht dran vorbeigehen. Ich habe zwar verschiedene Garne für unterschiedliche Strick-Projekte an Bord, doch da es aktuell unterwegs auf dem Wasser meist noch recht kalt ist, könnte ich mir noch schnell einen kleinen „Sophie-Scarf“ stricken (= ein schmaler, spitz zulaufender Minischal. Er wird einfach kraus rechts gestrickt, hat aber speziell gestrickte Ränder, die ihn trotz des einfachen Musters etwas edler aussehen lassen.) Was soll ich sagen: ich finde interessante Wolle 🤷♀️🧶 Ein neuer Tag (Dienstag, 19. Mai), eine neue Etappe. Kalli hat allerdings so garkeine Lust… nach dem zweiten Kaffee ist das mentale Tief aber bewältigt. Wir legen ab. Leider kaum Wind, es wird eine Motorfahrt. Auch für später am Nachmittag ist kaum Wind angesagt. Egal, wir tuckern los und umrunden die südliche Küste Schwedens. Erst hatten wir überlegt, unterwegs Kåseberga nochmal anzulaufen. Unser letzter Besuch des berühmten „Schwedischen Stonehenge“ oberhalb des kleinen Hafens ist nämlich schon einige Zeit her. Doch wir fahren weiter. Das über 1.400 Jahre alte Monument „Ales Stenar“ mit 59 senkrecht stehenden Steine ist die größte erhaltenen Schiffssetzung in Schweden und wir können sie bei der Vorbeifahrt oben auf den Klippen sehen. Bestimmt sind sie auf unserer Rückreise auch noch da😉… vielleicht passt es dann. Simrishamn laufen wir „eigentlich“ nur an, da es hier einen fantastischen Fischhändler gibt. Und was soll ich sagen? Kaum festgemacht führt uns der Weg direkt zu „Sjöfolket“ und mit reicher Beute zurück an Bord. Wir freuen uns auf ein abendliches Festmahl: frisch geräucherter Fisch und frisches Brot aus Ystad. Alles saulecker! Später laufen natürlich noch mehrere Segler ein
Auf gen Norden (Grömitz bis Ystad)
11. – 17. Mai 2026 Grömitz – Gedser – Klintholm – Ystad Wir starten… mit einem Hafentag im Dauerregen. Der Himmel präsentiert sich in unzähligen Grautönen. Während der Regen unermüdlich auf das Boot niedergeht, bleiben wir morgens erstmal etwas länger in der Koje. Keine Termine. Kein Ablegen. Bei solch einem Wetter soll die Reise nicht beginnen. Regentropfen tanzen auf dem Deck und den Fenstern und sorgen dafür, dass der hartnäckige Blütenstaub der letzten Tage gründlich weggespült wird. Dank vorabendlicher Konsultation des Wetterberichts und rechtzeitiger Vorbereitung ist die Kuchenbude aufgebaut und so bleibt unser Cockpit ein weiterer trockener Rückzugsort, sodass wir dem Wetter mit einem Lächeln begegnen können. Pitsch… pitsch… wieso steht etwas Wasser auf der Arbeitsplatte in der Küche? Etwa schon wieder Wasser an einer falschen Stelle? Es ist aber wirklich nur ganz wenig Wasser. Oder haben wir vergessen, nach dem Abwasch alles wieder richtig trocken zu wischen? Nachdem Kalli die Verschraubung der Fenster kontrolliert und zwei Schrauben auch einen Hauch nachziehen konnte, war das Problem gelöst. Immer noch Regen. Spät am Nachmittag verziehen sich die Regenwolken. Freunde, die zurzeit in der Nähe Urlaub machen, kommen auf einen kurzen Besuch und auch trockenen Fusses an Bord und das anschließende gemeinsame Essen bei unserem Lieblings-Asiaten „Tamatsu“ im Dünenpark entschädigt uns für den isseligen Tag. Die Nacht bringt wieder Regen. Er prasselt unaufhörlich auf das Deck und verwandelt die Welt draußen in ein graues, trostloses Nieselmeer. Grau in Grau, keine klare Kontur am Horizont, sondern ein Nebel aus feuchten Schleiern, der jede Urlaubsstimmung im Keim erstickt. Bei solch einem Wetter möchte man den Tag am liebsten einfach unter der warmen Decke in der Koje verbringen und darauf hoffen, dass es bald besser wird. Gesagt, getan. Nur kurz den Wind- und Wetterbericht checken – immerhin frühmorgens um 06.30h, denn der gute Wille zum Ablegen ist da – dann wieder in die Koje. Irgendwann wird sich die Wolkendecke schon öffnen, die grauen Wolken werden weiterziehen und etwas blauen Himmel durchscheinen lassen. Und dann kann die Reise richtig beginnen. Bis dahin heißt es: Abwarten und das Beste daraus machen! Vielleicht unseren Freund Mathias in seiner Kur in St.Peter-Ording besuchen? Doch er hat sicherlich viele Termine. Nachgefragt und einfach mal losgefahren. Wir bekommen leider keine Rückmeldung von Mathias – er hat dort recht schlechten Empfang – daher unterbrechen wir unseren Trip schon in Neumünster: das McArthur Glen Designer-Outlet stoppt unsere Fahrt durch Schleswig-Holstein. Wir bummeln entspannt zwischen den Shops umher und freuen uns insgeheim über viele dunkle Wolken und stürmische Böen… nicht abzulegen, war die richtige Entscheidung. Jedenfalls für uns. Unser Freund Ulli hatte Hummeln im Hintern und ist von Fehmarn aus schon auf dem Weg gen Gedser. Oder vielleicht sogar noch weiter… wenn er erst so im flow ist, hält ihn nichts mehr🤗. Zurück an Bord… immer noch stürmische Böen. Am Donnerstag, 14. Mai, Himmelfahrt, passt alles: um 07.00 Uhr sind die Leinen los. Bei strahlender Sonne, allerdings nur 7°C, legen wir Kurs Dänemark an. Eigentlich sollte es zuerst nach Kühlungsborn gehen, doch wir haben Termine
Der Start unserer Segel-Reise rückt näher
22. April – 10. Mai 2026 : Grömitz – Großenbrode – Grömitz Ein Hinweis vorab: unser Warmwasserboiler ist doch nicht dicht… aber dazu später mehr. Nach mehreren Fahrten zwischen zu Hause und unserem Heimathafen an der Ostsee haben wir endlich alles, von dem wir meinen, dass wir es an Bord benötigen, wieder an seinem Platz 🤔🙄. Sommerkleidung ist an Bord und auch Lebensmittel und Getränke sind eingebunkert, damit wir nicht gleich im ersten fremden Hafen einkaufen gehen müssen. Und natürlich hat eine neue Kaffeemaschine ihren Dienst aufgenommen. Da wir uns vor längerer Zeit einen genau zu unserer (jetzt defekten und entsorgten) Kaffeemaschine passenden Regalboden in der Pantry (= Küche) haben anfertigen lassen, hatten wir uns vorsichtshalber damals eine zweite, identische Kaffeemaschine gekauft. Diese hat bisher im Keller auf ihren Einsatz gewartet… jetzt ist es soweit. Bei den immer wieder neuen Modellen wäre sonst vielleicht eine Änderung des Regals notwendig geworden. Nee nee… lieber vorbereitet sein. Während der ersten Tage an Bord kann ich auch einem meiner Hobbys reichlich Zeit widmen, denn zum Segeln ist es uns einfach noch etwas zu ungemütlich kalt und an manchen Tag auch zu windig. Ein laues Frühlingslüftchen läßt aktuell noch auf sich warten und so rufen unsere Inventarlisten nach mir, werden kontrolliert, aktualisiert und ergänzt. Ich betätige mich quasi als Sherlock Holmes des Stauraums, denn ich weiß immer gerne ganz genau, was wie oft an welcher Stelle liegt, ob es bleiben darf, von Bord muss oder ob vielleicht etwas fehlt 🕵️♀️😬. Jeder hat halt seine Macke. Stricken kommt später🤗. Doch dann passt alles: nachdem an einem Tag ein kalter Westwind mit gut 7-8 Beaufort über die Lübecker Bucht hinwegrauscht, ist das Wetter am nächsten Tag wie ausgewechselt. Ein angenehmer 3er Wind lockt uns aus dem Hafen raus aufs Wasser. Schnell werden die Segel gesetzt und schon gleiten wir auf dem ruhigen Wasser dahin. Nichts ist mehr zu spüren von dem ungemütlich böigen Wind vom Vortag. Sanfter Wellengang beschert uns eine entspannte Zeit. Die Segel stehen perfekt. Heute ist es herrlich! Und wir glauben es kaum… Wind und Wetter fügen sich: mit einem sanften Dreher weht der Wind genauso, dass wir problemlos Kurs auf die Seegräber von Mutti und Vati und unserem Segelfreund Hans nehmen können. Kein mühsames aufkreuzen und Zick-Zack-Kurs zum Ziel. Es fühlt sich an, als würde uns die Natur den Weg weisen. Danke! An den verschiedenen Positionen unserer Lieben angekommen verdünnen wir für jeden das Ostseewasser ein wenig mit dem jeweiligen Lieblingsgetränk – die Fische mögen es entschuldigen. „Prost, und gebt weiterhin gut auf uns acht.“ An den nächsten Tagen müssen wir noch einige neue Zubehör- und Ersatzteile bestellen und bekommen diese dank des guten Services von SVB (= Spezialversand für Yacht- und Bootszubehör, https://www.svb.de) auch zeitnah nach Hause bzw. nach Grömitz ins Yachthafenbüro geliefert. Was uns allerdings an Bord schon einige Tage stutzen läßt, ist die Tatsache, dass unsere Frischwasserpumpe immer mal kurz anspringt. Und das nicht nur, wenn Wasser gezapft wird. Seltsam… seltsam 🤔 Wir führen das zuerst auf einen etwas undichten Wasserhahn im Bad zurück.
Die Segel-Saison 2026 startet… endlich
Februar – März – 07.-13. April 2026 Großenbrode – Grömitz Die Reiseplanungen schreiten voran, wobei Plan und Wirklichkeit beim Segeln ja nicht immer genau übereinander passen. Uns reizt immer wieder aufs Neue die schwedische Ostküste mit ihren unzähligen Schären, doch auch die Ålands und die Turku-Schären bzw. die Inselwelt vor Helsinki hören wir nach uns rufen. Diesen Teil der finnischen Küste haben wir 2022 während unserer langen Reise in den Norden etwas rechts liegen lassen, doch sie sind es unbedingt wert, bereist zu werden. Oder nochmal Höga Kusten? Wir werden sehen… Um uns mental schon mal auf’s Einwassern vorzubereiten, unternehmen wir im Februar und an zwei Wochenenden im März jeweils einen Kurztrip nach Grömitz bzw. Großenbrode. Wir nutzen die Zeit nicht nur, um nach unserem Schiff und der Erledigung der anstehenden Winterarbeiten zu schauen, sondern auch, um uns mit Segelfreunden zu treffen. Wie schön, endlich wieder Ostseeluft zu schnuppern. Das Eis, welches die Häfen der Ostsee Mitte Februar noch ungewohnt fest im Griff hatte, ist Mitte März aufgetaut, sodass unserem Krantermin am 08. April wohl nichts im Wege steht. Das sah im Februar noch ganz anders aus (nachfolgende Fotos). Jetzt im März schreiten die Werftarbeiten gut voran. Wir hatten einiges auf dem Zettel. Zur Erinnerung: es gab Scheuerstellen am Unterwasserschiff, deren Herkunft wir uns nicht erklären konnten. Nichtsdestotrotz müssen sie beseitigt und der gerade erst im letzten Winter komplett neu aufgebaute Unterwasseranstrich ausgebessert werden. Blöd… aber hilft nicht. Und auch unser Warmwasserboiler bedarf einer Inspektion: er scheint etwas verkalkt, was bei der regelmäßigen Nutzung auch nicht weiter verwunderlich ist. Also wird er ausgebaut – was ziemlich fummelig ist – mit Zitronensäure entkalkt und wieder eingebaut. Immerhin werden so auch alle Anschlüsse auf Kalkablagerungen kontrolliert. Die Frage, die wir uns später stellen: sind auch alle Verbindungen wieder dicht? Wir können berichten: sie sind. Alles geht gut voran, die Werft arbeitet gewohnt ordentlich und wir können bei unserem letzten Besuch schon mal die auf den Polstern ausgebreiteten Schutzlaken und die über den Winter aufgestellten Entfeuchter einpacken und mit nach Hause nehmen. Gut eine Woche wird es auch ohne gehen. Zu Hause stapeln sich inzwischen Taschen mit Segelkleidung, welche wieder an Bord muss. Und auch Kisten mit Schiffszubehör füllen sich so langsam, denn Fernglas, Logbuch, Drohne, Strickzeug etc. und einige neue Kleinigkeiten sind über den Winter nicht an Bord geblieben… aber jetzt muss alles wieder hin. Natürlich müssen auch diverse Seekarten und Hafenhandbücher für unser angedachtes Ziel wieder an Bord. Man gut, dass wir ein großes Auto haben. Und dann ist es so weit: am Dienstag, den 07. April haben wir uns für eine Nacht in einem netten Hotel in Großenbrode eingebucht, damit wir zum Einwassen bloß pünktlich da sind. Die Werftmitarbeiter sind natürlich immer froh, wenn die Schiffs-Eigner nicht mit blöden Sprüchen und guten Ideen ihre Arbeitsabläufe stören, doch wir stehen halt gerne in der Nähe dumm rum und schauen ihnen bei der Arbeit zu… und geben – als kleine Entschuldigung – Nervennahrung für die Werft-Mannschaft ab: zwei große Dosen Haribo-Konfekt. Das
Saisonabschluss 2025
16.09. – 25.09 2025 Grömitz – Großenbrode Nun ist es soweit… es sind für uns die letzten Tage an der Ostsee angebrochen. Nach einigen schönen Tagen beim Familientreffen mit Cousinen und Vettern in der Eifel sind wir wieder voller Tatendrang zurück an Bord. Das Betreten unseres schwimmenden Zuhauses entpuppt sich allerdings als garnicht so einfach, denn der erste Herbststurm zieht über uns hinweg. Während die Nordsee mit stürmischem Westwind das Hochwasser organisiert, entscheidet die Ostsee sich für die Sparversion – Niedrigwasser deluxe! Mit 10 Bft pustet der Wind über die Lübecker Bucht und drückt das Wasser aus ihr heraus, sodass unser Schiff plötzlich einen Meter tiefer als normal am Liegeplatz schwimmt. Da ist es dann schon eine Herausforderung, an Bord zu kommen. Da wir solche Wasserkapriolen bei ordentlich Wind schon kennen, machen wir unsere Pilgrim stets mit ausreichend langen Vor- und Achterleinen fest – Wasser-Schwankungs-Management in Perfektion. Schließlich soll sich das Schiff nicht aufhängen. Soweit… so gut. Dabei dürfen die Leinen natürlich nicht so lang sein, dass das Schiff ggf. einen Ausflug zum Nachbarn oder an den Steg macht. Aber wir machen das ja schon eine Weile… und unser Freund Mathias, der zufällig im Hafen ist, schaut mal nach dem Rechten: alles im Lot, die Leinen sitzen wie angegossen! Und nun heißt es: Mut zur Lücke bzw. zum Spalt zwischen Steg und Schiff… wir wollen an Bord. Man muss schon – in die Hocke gehend und weit vorgebeugt – einen beherzten großen Schritt in die Tiefe machen und dabei tunlichst weder das Schiff mit dem Fuß noch den Bugkorb mit den Händen verfehlen. Nur Mut… normalerweise klappt das. Falls nicht, gibt es als Trostpreis ein unfreiwilliges Bad im Hafenwasser. Also einfach Augen zu – bildlich gesprochen, nicht in echt! – und durch. Klappt tatsächlich! Das spätere wieder von Bord kommen ist dann fast noch etwas abenteuerlicher: erst auf dem Tritt am Bugkorb balancieren, gut am Vorstag festhalten, und dann ein gewagter schwungvoller Schritt in die Höhe. Bei den immer wieder durchziehenden Schauern ist der Steg etwas glatt und beim Schwung zum Hochsteigen darf man nicht mit dem Popo auf dem glitschigen Steg landen. Aber auch das haben wir (wieder mal) überlebt. Im Laufe der nächsten (nächtlichen) Stunden – die wir sanft schaukelnd in der Koje verbringen – beruhigt sich der Sturm und das Wasser kommt langsam zurück. Am nächsten Morgen ist unser Deck schon fast wieder auf gleicher Höhe wie der Steg. So soll das sein. Doch mit dem Segeln, wie erhofft, wird es wohl erstmal nichts: immer noch Wind aus Südwest in Stärke 6-7 Beaufort. Die unangenehmen Böen und der eine oder andere Regenschauer sind eher dazu angetan, es sich unter Deck gemütlich zu machen. Oder sich mit Freunden zu treffen. Oder mal einen Ausflug zu machen. „Henning-Tours“ (unser Freund Mathias und sein Groß-Neffe Sebastian) haben einen Zoobesuch im Angebot. Zoo in Grömitz? … man glaubt es kaum. Auf 10 Hektar Fläche, fast im Zentrum von Grömitz, gibt es tatsächlich einen Zoo, und das schon seit 1976 – inzwischen






