Entlang der Küste Blekinges (Kalmar bis Hanö)

22. – 28. Juni 2026 Kalmar – Grönhögen – Sandhamn – Karlskrona – Hanö Wir verlassen Kalmar mit Kurs gen Süden (Montag, 22. Juni). Und man glaubt es kaum: wir segeln. Die Segel sind gesetzt und wir gleiten sanft durch den Sund. Zugegeben: unser Groß ist gerefft. Nicht, weil uns der Wind das diktiert. Der bläst in sehr angenehmer Stärke und auch einer für uns passenden Richtung. NordWestWind ist angesagt. Das ist für uns ideal. Doch wir wollen keine zu große Belastung auf den Kiel bringen, daher reffen wir… erstmal. Später wird ausgerefft, da auch der Wind ein wenig nachlässt. Und voran kommen wollen wir schon. So gleiten wir durch den ruhigen Kalmar-Sund… kein Motor-Gebrummse stört die friedliche Zeit auf dem Wasser.  Leider macht der Wind zu früh eine Fika-Pause, sodass wir die letzten Seemeilen bis nach Grönhögen – kurz vor der Südspitze Ölands und an dessen Westküste gelegen – motoren müssen. Es ist halt, wie es ist🤷‍♀️. Unterwegs fällt mir der Rest blaue Wolle vom Hippo-Hugo-Projekt in die Hände. Für noch eine solche Figur ist leider zu wenig Material über🤷‍♀️… aber was ist, wenn ich die Wolle einfach etwas ausdünne und eine dünnere Häkelnadel verwende? Gesagt… getan. Aus 6-fädigem Garn flugs 3-fädiges gemacht, statt 4mm dicker Häkelnadel jetzt 2mm Häkelnadel verwenden,  sollte halbe Figurgröße ergeben. So kann ich sogar dieselbe Anleitung verwenden. Kalli denkt sich, als er mich so die Wolle teilen sieht, ich hätt‘ ne Macke – oder doch nen Sonnenstich? Zur Ankunft in Grönhögen bin ich mit der „Wolleteilung“ fertig und kann die Leinen zum Anlegen parat legen. Hier gibt es nur Längsseitsplätze an verschiedenen Molen, und es sind auch reichlich Plätze frei. Oh, wie friedlich es hier doch ist. Das gefällt uns gut und wir genießen einen kühlen Einlaufdrink in der Sonne. Der Sommer in Schweden ist herrlich: angenehme Temperaturen mit 24°-28°C und dabei ein laues Lüftchen. Nicht solch ungesunde Hitze wie aktuell in Deutschland: Hannover 34°C, Frankfurt 39°C🥵… das braucht niemand! Ein kurzer Spaziergang zum gut sortierten kleinen ICA Nära (Nahversorger) füllt unseren Kühlschrank mit Joghurt und Milch für’s Frühstück. Und dann ist mal wieder Wäsche waschen angesagt. Ihr wisst ja, eine nahe zum Liegeplatz gelegene Waschmaschine ist quasi immer gleich gebucht. Und wenn diese auch noch kostenlos ist, gibt es kein Entrinnen. Wobei… Fun Fact am Rande: ein Maschinendurchgang kostet „eigentlich“ 15 SKr. Da der Automat aber nur Münzen nimmt, die aktuell in Schweden garnicht mehr gebräuchlich sind, steht ein Kaffeepott gefüllt mit diesen alten Münzen bereit. Das ist doch mal nett. Und auf jeden Fall preiswerter, als den Automaten umzurüsten. Man könnte natürlich die Waschmaschine auch einfach nur direkt in eine Steckdose stecken – wie das mit dem auf ihr platzierten Trockner erfolgt ist. Aber das währe dann vielleicht doch zu einfach 🤔 Und dann kommt am frühen Nachmittag der angesagte kräftige SüdWest-Wind und bringt ordentlich Bewegung in das Hafenbecken. Dessen Einfahrt ist nämlich nach SüdWesten offen – von irgendwo muss man ja reinfahren – und diese Lücke nutzt natürlich auch der Wind. Er

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Leider wieder zurück gen Süden (Lindnäsviken bis Kalmar)

13. – 20. Juni 2026 Lindnäsviken – Byxelkrog – Borgholm – Kalmar Herrlich, wie das Schiff sanft an der Boje schwojt, während am Morgen die Vögel zwitschern. Leiser Regen macht die Stimmung etwas gedämpft. Trotzdem hat das sanfte Prasseln auf dem Deck auch seinen eigenen Reiz und lässt uns die Natur noch intensiver erleben. Als es ein wenig aufklart, machen wir uns parat zum Ablegen… wohl wissend, dass die Regenpause nicht von langer Dauer sein wird. Aber egal, wir sind ja nicht aus Zucker. Regenjacken angezogen und los. Macht zwar keinen Spaß, im Regen unterwegs zu sein, aber das Wetter soll die nächsten Tage auch nicht wirklich besser werden. Und zum Regen hat die Wettervorhersage auch noch kräftigen Wind im Angebot. Nichts gegen die Ankerboje… aber da suchen wir uns doch lieber einen kleinen Hafen. Die Sicht ist heute durch den Regen so diesig, dass es selbst dem Kuckuck die Sprache verschlagen hat. Er und seine Kollegen sind verstummt. Es prasselt heftig und sorgt für eine ganz eigene Geräuschkulisse. Wind? Fehlanzeige. Die Luft steht still, als hätte jemand den „Pause“-Knopf gedrückt. Auf dem Wasser tanzen die Tropfen und kräuseln sich zu bizarren Mustern. Die Oberfläche sieht aus wie grobes Schmirgelpapier. Seltsam… und doch irgendwie interessant! Wenn es drumherum nicht alles so nass wäre 🫤.  Und was entdeckt Kalli da dicht neben dem Fahrwasser? Doch wohl nicht wieder ein ferngesteuerter Felsen? Einer, der ganz unmotiviert mal bis an die Wasseroberfläche hochfährt, damit man auf ihn aufläuft? Nein, diesmal kein geheimes, technisches Wunder, sondern ein natürliches Original: ein dunkler Kopf taucht auf – und Kalli sieht ihn zuerst! Ein neugieriger Seehund streckt den Kopf in den Regen, und möchte offenbar wissen, was wir in seinem Revier so treiben. Er schaut uns kurz nach: „Na, habt ihr euch verfahren?“ Dann verschwindet er wieder genauso plötzlich, wie er aufgetaucht ist. Offenbar gibt’s neben Fahrwassertonnen und Regen auch maritime Kontrolleure – wesentlich charmanter als diese blöden versteckten Felsen!  Der Autopilot fährt brav seinen vorgegebenen Kurs. Glücklicherweise muss bei uns niemand hinter dem Ruder stehen und sich durchweichen lassen. Bei dem heftigen Regen bräuchte man dann schon fast eine Taucherbrille, um überhaupt etwas zu erkennen. Wir sitzen beide gut geschützt hinter der Sprayhood und versuchen, durch die regennassen Sichtfenster rechtzeitig die Fahrwassertonnen zu erkennen. Klappt ganz gut. Trotzdem dürfte der Regen ruhig bald aufhören. Tut er dann auch. Sobald wir den Schärengürtel verlassen haben, klart es ein wenig auf. In der Ferne sind noch dunkle Wolken… doch sie ziehen an uns vorbei. Der Wind hält sich nach wie vor sehr zurück und so motoren wir die kurze Etappe an die Nordspitze Ölands. Unterwegs zeigen sich wieder arg dunkle Wolken und drohen mit Gewitter und heftigen Böen… doch auch sie ziehen an uns vorbei. Man muss auch mal Glück haben. Kurz vor Öland kommt sogar ein wenig die Sonne durch.  Kurz bevor wir Byxelkrog, unserem Zielhafen an der Nordwest-Spitze von Öland, erreichen schnappe ich mir das Fernglas: nur ein einziges Segelschiff ist im Hafen zu sehen. Also wieder

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Weiterfahrt nach erfolgter Reparatur (Västervik bis Lindnäsviken)

03. – 12. Juni 2026 Västervik – Lindnäsviken Es heißt jetzt für uns, geduldig sein. Da es einiges zu organisieren und abzuklären gibt, kommt so schnell keine Langeweile auf. Wir gehören inzwischen schon ein bisschen zur Werft, denn wir haben einen Schlüssel zum Gelände bekommen. Dieses ist nach Arbeitsende natürlich verschlossen und das Sanitärgebäude, in welchem sich unser momentanes Badezimmer befindet, steht natürlich außerhalb des Betriebsgeländes. Haben wir aber fast für uns alleine, denn es sind ja noch kaum Gäste im Hafen. Und wir kennen sowohl einige Mitarbeiter als auch einige Schiffseigner, die hier selber Wartungs-, Reparatur- und Verschönerungsarbeiten durchführen, mit Namen.  Wann wird es denn wohl endlich losgehen? Hoffentlich schon am kommenden Montag! Ist jedenfalls der Plan. Der Werkstattleiter Tobias hält uns auf dem laufenden und organisiert den Fachmann für die GFK-Arbeiten. Und tatsächlich erscheint Patrik am Montag, um den entstandenen Riss auszuschleifen und schon mal mit einer ersten Lage Glasfasermatten zu verschließen. In unseren Köpfen schwirren derweil verschiedenen Überlegungen umher… vielleicht das Schiff nicht, wie ursprünglich geplant, nach Hause bringen, sondern es hier in Schweden im Winterlager lassen? Dann könnten ganz entspannt die weiteren Reparaturen vorgenommen werden und wir im nächsten Jahr direkt ab (…wo auch immer) unseren Törn weiter gen Norden starten. Das würde die lange Anreise per Schiff sparen. Ja… aber ab wo? Wo bringen wir das Schiff hin, sobald die äußere Reparatur erfolgt ist? Es gibt auch noch andere Werften, nicht nur diese, in der wir jetzt liegen. Recherche ist angesagt.  Wir finden eine Werft ein Stück weiter nördlich, über die es wirklich gute Kritiken gibt. Sowohl von Seglern, die wir persönlich kennen, als auch in der Fachpresse. Klingt alles gut. Also Auto gemietet und hingefahren. Haben ja sonst nichts Wichtiges zu tun, da können wir uns auch den Laden mal anschauen. Und uns vielleicht nochmal mit Ulli treffen, der dort in der Nähe herumsegelt. 😄 Gesagt, getan. Wir fahren die etwa 170km nach Nävekvarn und werden von Mika, dem Betreiber des Winterlagers, freundlich empfangen. Er zeigt uns alles und hat natürlich auch Preise parat. Klingt schon sehr interessant. Sie haben sogar eine beheizte Halle – gut für uns und alles, was an Bord bleiben soll. Aber… wenn da der Umstand mit Heimfahrt, Transport von Dingen, die nicht an Bord bleiben sollen, etc. nicht wäre. Ist schon eine ziemliche „Eierei“. Mit Öffis: kommt nicht in die engere Wahl, wegen der zu transportierenden Dinge; Mietwagen: superteuer, wenn die Rückgabe im Ausland erfolgen soll; auf halber Strecke mit Freunden treffen, die unser Auto mitbringen: kann man nicht wirklich jemandem zumuten… Das kann natürlich auf die Schnelle nicht entschieden werden, daher lieber erstmal mit Ulli treffen. Wir fahren nochmal 75km weiter nach Trosa. Ein niedliches kleines Hafenstädtchen, dessen Zufahrt uns aber für unser Schiff schon immer etwas zu flach erscheint. Ulli traut sich rein – hat ja auch 10cm weniger Tiefgang als wir 🥴 – und so treffen wir uns dort. Bei einem zünftigen Einlaufdrink bei ihm an Bord berichten wir von unseren Eindrücken der evtl. neuen Winterlager-Werft. Auf eine Wanderung durch den eigentlich

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Eintauchen in die Schärenwelt (Kalmar bis Västervik)

25. Mai – 02. Juni 2026 Kalmar – Borgholm – Figeholm – Stora Vippholmen SXK – Lindnäsviken SXK – Västervik In Kalmar ist Hafentag! Pfingstmontag, der 25. Mai. Wir wollen durch die Stadt spazieren, unsere Lebensmittelvorräte auffüllen, und uns bei dem hiesigen Schiffsausstatter „Baltic Kalmar Marina“ nach einer neuen Starterbatterie erkundigen. Unser Motor springt seit einiger Zeit nur etwas zögerlich an, was kein beruhigendes Gefühl ist. Die Batterie ist halt schon einige Jahre alt. Aber erstmal länger schlafen. Allerdings ist das schwieriger als gedacht. Wir liegen in einem Großstadt-Hafen. Bei weitem nicht so schön und ruhig wie Hanö oder Kristianopel. Eher Kontrastprogramm… aber auch mal nett. Der Hafen pulsiert, auch an einem Pfingstmontag. Schweden kennt heute keinen Feiertag 🥴. Am Hafen wird seit einigen Jahren gebaut: statt maroder Werkhallen werden nach und nach neue moderne Gebäude errichtet. Die Campus-Universität direkt am Hafen wird erweitert und der Bau eines Hotels im Universitätsbereich hat begonnen. Bauarbeiterbeats treiben uns aus den Federn, da helfen auch keine Ohrstöpsel… einfach aufstehen. Letzteres ist dann auch unsere Wahl, denn bald wird Ulli auf dem Steg stehen, um unsere Starterbatterie durchzumessen. Kalli hat schon zugearbeitet, die Batteriebank freigelegt und das Messgerät bereitgelegt. Als wir noch beim zweiten Kaffee sitzen, klopft es. Moin Ulli! Leider ist es, wie erwartet: die Messwerte sind eindeutig. Die Batterie ist nicht mehr ganz OK und gehört in die Geschichtsbücher… und es ist garkeine typische Starterbatterie. Wieso das denn nicht? Hat doch ein Fachmann eingebaut. Nun ja, sie hat ja recht lange gehalten. Doch jetzt soll eine richtige Starterbatterie eingebaut werden. Das besondere daran: sie muss kurzzeitig richtig Dampf machen und extrem hohen Startstrom liefern, den der Anlasser zum Zünden des Motors benötigt. Verbraucherbatterien hingegen liefern kleinere Energiemengen, aber diese über einen langen Zeitraum. Also auf zum Schiffsausstatter. Kalli und Ulli sind erfolgreich und transportieren die neue Batterie an Bord. Ich erstatte derweil gleich nebenan dem Touristen Büro einen Besuch ab. Dort liegt Post für mich… hoffentlich. Der schwedische Segelklub Kryssarklubben (SXK), der viele Ankerbojen zwischen den Schären auslegt und unterhält, versendet jedes Jahr farbige Flaggen, mit denen man sich legitimieren kann, wenn man an diesen Bojen festmachen möchte. Wir suchen uns gerne solche Bojen aus, denn wir finden des deutlich angenehmer, als selber zu ankern. Leider hat sich unsere 2026er Flagge auf dem Weg von Schweden nach Deutschland irgendwo verlaufen. Keine Flagge da. Also hat mir nun der SXK erneut eine Flagge geschickt: nach Kalmar. Hoffentlich! Nach kurzer Suche findet sich der heiß ersehnte Brief. Super. Nun können wir ganz legitim an den blauen Bojen anlegen… und auch bleiben. Denn nutzen darf sie eigentlicher jeder. Nur, wenn ein Mitglied kommt, hat dieses Vorrang. Wir sind Mitglied! Die Batterie ist fix ausgetauscht – mal wieder vielen Dank an Ulli! Der Motor ist sofort da, wenn er soll, und der Skipper ist glücklich. Und die neue Batterie war auch garnicht so teuer. Nachdem Ullis Bastelarbeit erledigt ist, wird er nun aber von Ungeduld und Abenteuerlust getrieben: er muss weiter. Die Sonne scheint… an seinem Liegeplatz

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An Schwedens Südküste (Ystad bis Kalmar)

18. – 24. Mai 2026 Ystad – Simrishamn – Hanö – Utklippan – Kristianopel – Kalmar Heute ist Hafentag! Nach der gestrigen langen Etappe gönnen wir uns eine Ruhepause. Und außerdem haben wir wichtige Termin: ein Besuch unseres Lieblings-Schiffsausstatters muss unbedingt sein!  Und unser Kühlschrank ruft nach einigen frischen Lebensmitteln. Aber erstmal gaaanz gemütlich im Cockpit Kaffee trinken. Schließlich ist ja Urlaub! Und die Sonne scheint. Herrlich… so könnte es bleiben. Und damit es sich auch wirklich wie Urlaub anfühlt, klettert das Thermometer auf 18°C ☀️ Nach einem entspannten Tagesbeginn schultern wir unsere Rucksäcke und wandern in’s Städtchen. Ulli ist Teil unserer 3er-Wandergruppe. Erste Station: natürlich der Skeppshandel. Und? Wie sollte es anders sein? Er hat, was wir brauchen – oder jedenfalls meinen zu brauchen. Und eine Jacke darf auch mit und verschwindet schnell im Rucksack. Dann schlendern wir weiter durch den Ort. Alles ist noch ein wenig in vorsommerlicher Ruhe begriffen. Noch angenehm wenige Touristen trendeln durch die Haupteinkaufsstrasse „Stora Östergatan“. Ein paar bunte Fähnchen… einige Blumenkübel… so kennen und lieben wir das. Schon bald erreichen wir „Per Helsas Gård“, ein kleines Gartenlokal am Ende der Fußgängerzone, gut versteckt in einem Hinterhof. Doch wir haben es gefunden und genießen Bier, Eis und Cappuccino. Das Eis übrigens garniert mit Salzlakritz-Sauce 😋 – Gruß an Mathias 💁‍♀️. Auch dieser Besuch ist ein Muss in Ystad.  Dann aber endlich Lebensmittel einkaufen und zurück auf’s Schiff. Doch so einfach ist das nicht: mal wieder ruft ein Wolle-Geschäft nach mir. Irgendwie kann ich da nicht dran vorbeigehen. Ich habe zwar verschiedene Garne für unterschiedliche Strick-Projekte an Bord, doch da es aktuell unterwegs auf dem Wasser meist noch recht kalt ist, könnte ich mir noch schnell einen kleinen „Sophie-Scarf“ stricken (= ein schmaler, spitz zulaufender Minischal. Er wird einfach kraus rechts gestrickt, hat aber speziell gestrickte Ränder, die ihn trotz des einfachen Musters etwas edler aussehen lassen.) Was soll ich sagen: ich finde interessante Wolle 🤷‍♀️🧶 Ein neuer Tag (Dienstag, 19. Mai), eine neue Etappe. Kalli hat allerdings so garkeine Lust… nach dem zweiten Kaffee ist das mentale Tief aber bewältigt. Wir legen ab. Leider kaum Wind, es wird eine Motorfahrt. Auch für später am Nachmittag ist kaum Wind angesagt. Egal, wir tuckern los und umrunden die südliche Küste Schwedens. Erst hatten wir überlegt, unterwegs Kåseberga nochmal anzulaufen. Unser letzter Besuch des berühmten „Schwedischen Stonehenge“ oberhalb des kleinen Hafens ist nämlich schon einige Zeit her. Doch wir fahren weiter. Das über 1.400 Jahre alte Monument „Ales Stenar“ mit 59 senkrecht stehenden Steine ist die größte erhaltenen Schiffssetzung in Schweden und wir können sie bei der Vorbeifahrt oben auf den Klippen sehen. Bestimmt sind sie auf unserer Rückreise auch noch da😉… vielleicht passt es dann. Simrishamn laufen wir „eigentlich“ nur an, da es hier einen fantastischen Fischhändler gibt. Und was soll ich sagen? Kaum festgemacht führt uns der Weg direkt zu „Sjöfolket“ und mit reicher Beute zurück an Bord. Wir freuen uns auf ein abendliches Festmahl: frisch geräucherter Fisch und frisches Brot aus Ystad. Alles saulecker! Später laufen natürlich noch mehrere Segler ein

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Auf gen Norden (Grömitz bis Ystad)

11. – 17. Mai 2026 Grömitz – Gedser – Klintholm – Ystad Wir starten… mit einem Hafentag im Dauerregen.  Der Himmel präsentiert sich in unzähligen Grautönen. Während der Regen unermüdlich auf das Boot niedergeht, bleiben wir morgens erstmal etwas länger in der Koje. Keine Termine. Kein Ablegen. Bei solch einem Wetter soll die Reise nicht beginnen. Regentropfen tanzen auf dem Deck und den Fenstern und sorgen dafür, dass der hartnäckige Blütenstaub der letzten Tage gründlich weggespült wird. Dank vorabendlicher Konsultation des Wetterberichts und rechtzeitiger Vorbereitung ist die Kuchenbude aufgebaut und so bleibt unser Cockpit ein weiterer trockener Rückzugsort, sodass wir dem Wetter mit einem Lächeln begegnen können. Pitsch… pitsch… wieso steht etwas Wasser auf der Arbeitsplatte in der Küche? Etwa schon wieder Wasser an einer falschen Stelle? Es ist aber wirklich nur ganz wenig Wasser. Oder haben wir vergessen, nach dem Abwasch alles wieder richtig trocken zu wischen? Nachdem Kalli die Verschraubung der Fenster kontrolliert und zwei Schrauben auch einen Hauch nachziehen konnte, war das Problem gelöst.  Immer noch Regen. Spät am Nachmittag verziehen sich die Regenwolken. Freunde, die zurzeit in der Nähe Urlaub machen, kommen auf einen kurzen Besuch und auch trockenen Fusses an Bord und das anschließende gemeinsame Essen bei unserem Lieblings-Asiaten „Tamatsu“ im Dünenpark entschädigt uns für den isseligen Tag. Die Nacht bringt wieder Regen. Er prasselt unaufhörlich auf das Deck und verwandelt die Welt draußen in ein graues, trostloses Nieselmeer. Grau in Grau, keine klare Kontur am Horizont, sondern ein Nebel aus feuchten Schleiern, der jede Urlaubsstimmung im Keim erstickt. Bei solch einem Wetter möchte man den Tag am liebsten einfach unter der warmen Decke in der Koje verbringen und darauf hoffen, dass es bald besser wird.  Gesagt, getan. Nur kurz den Wind- und Wetterbericht checken – immerhin frühmorgens um 06.30h, denn der gute Wille zum Ablegen ist da – dann wieder in die Koje. Irgendwann wird sich die Wolkendecke schon öffnen, die grauen Wolken werden weiterziehen und etwas blauen Himmel durchscheinen lassen. Und dann kann die Reise richtig beginnen. Bis dahin heißt es: Abwarten und das Beste daraus machen! Vielleicht unseren Freund Mathias in seiner Kur in St.Peter-Ording besuchen? Doch er hat sicherlich viele Termine. Nachgefragt und einfach mal losgefahren. Wir bekommen leider keine Rückmeldung von Mathias – er hat dort recht schlechten Empfang – daher unterbrechen wir unseren Trip schon in Neumünster: das McArthur Glen Designer-Outlet stoppt unsere Fahrt durch Schleswig-Holstein. Wir bummeln entspannt zwischen den Shops umher und freuen uns insgeheim über viele dunkle Wolken und stürmische Böen… nicht abzulegen, war die richtige Entscheidung. Jedenfalls für uns. Unser Freund Ulli hatte Hummeln im Hintern und ist von Fehmarn aus schon auf dem Weg gen Gedser. Oder vielleicht sogar noch weiter… wenn er erst so im flow ist, hält ihn nichts mehr🤗. Zurück an Bord… immer noch stürmische Böen. Am Donnerstag, 14. Mai, Himmelfahrt, passt alles: um 07.00 Uhr sind die Leinen los. Bei strahlender Sonne, allerdings nur 7°C, legen wir Kurs Dänemark an. Eigentlich sollte es zuerst nach Kühlungsborn gehen, doch wir haben Termine

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